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Säuglings und Kinderbehandlungen Der Säugling in der Vojta Therapie Das    Zentralnervensystem    ist    im    Säuglings-    und    Kleinkindalter    im Vergleich   zum   Erwachsenenalter   wesentlich   „formbarer“:   Um   die   hierin liegenden     Chancen     und     Möglichkeiten     einer     Frühbehandlung, innerhalb   des   ersten   Lebensjahres,   adäquat   auszuschöpfen,   muss   die Therapie   in   der   Regel   mehrmals   täglich   durchgeführt   werden.   Um   die notwendige   Intensität   zu   erreichen,   wird   die   Behandlungstechnik   an die   Eltern   beziehungsweise   die   Bezugspersonen   vermittelt,   die   die Therapie    dann    auch    zu    Hause    durchführen    können.    Die    ständige Begleitung      der      behandelnden      Bezugspersonen      ist      integraler Bestandteil   der   Vojta   Therapie.   Auf   diesem   Weg   erfolgt   die   ständige Anpassung,   sowohl   der   angesprochenen   Bewegungsmuster   als   auch der    Dosierung.    Dabei    erweist    sich    das    Verhalten    des    Kindes    vor, während   und   nach   der   Therapie   als   empfindliches   Regulativ   für   die Anwendung. Die   Reflexfortbewegung   ist   äußerst   wirksam,   allerdings   für   Säuglinge auch     häufig     ungewohnt     und     anstrengend.          Der     therapeutisch gewünschte   Aktivierungszustand   äußert   sich   bei   Säuglingen   während der    Behandlung    oft    durch    Schreien.    Das    Schreien    ist    in    diesem Lebensalter   ein   wichtiges   und   angemessenes Ausdrucksmittel,   um   auf die   ungewohnte Aktivierung   der   Reflexlokomotion   zu   reagieren.   In   der Regel   ist   nach   einer   Eingewöhnungszeit   das   Schreien   nicht   mehr   so intensiv   und   in   den   Übungspausen   und   nach   der   Therapie   hören   die Babies    mit    dem    Schreien    auf.    Bei    größeren    Kindern,    die    sich sprachlich   äußern   können,   tritt   das   Schreien   ebenfalls   in   der   Regel nicht mehr auf.
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Doro Rausch-Geissler
Praxis für Physiotherapie